Archiv für die Kategorie „Social CRM“

Wie lässt sich Twitter im Kundenservice nutzen?

Eine durchaus berechtigte Frage ist natürlich: Warum sollte ich Twitter überhaupt als Kanal für den Kundenservice verwenden? Mehr als Gestänkere ist dort doch sowieso nicht zu erwarten!

Mitnichten.

Twitter ist als Kommunikationskanal durchaus ernst zu nehmen. So wie E-Mail oder das Telefon. Der Unterschied – und das macht es zum einen abschreckend, zum anderen aber auch so nützlich: Twitter ist öffentlich.

Wenn Ihnen jemand per Twitter-Reply – also mit dem Zusatz @IHR_UNTERNEHMEN im Tweet eine kurze Nachricht zukommen lässt, können mindestens die Follower des Twitter-Nutzers u.U. sogar alle Internet-User öffentlich sehen. Deswegen setzen Kunden über diesen Kanal gerne einmal ein Anliegen ab, auf das sie eine Antwort erwarten. Und diese möglichst schnell.

Ein Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung mit der Deutschen Bahn und dem Frankfurter Flughafen.
Ich stand an letzterem und war mir nicht sicher, wo die Lounge der Deutschen Bahn zu finden ist. Also schickte ich einen Tweet ab in dem ich fragte “Wo finde ich am Airport FFM die DB-Lounge?” und adressierte ihn an die Twitter-Accounts der Deutschen Bahn und die Betreiber-Gesellschaft des Flughafen Frankfurt, die FraportAG.

Innerhalb weniger Minuten hatten mir die FraportAG und einige meiner Follower eine Wegbeschreibung zurück getwittert. Das ist der Sinn von Twitter – Informationen so schnell wie möglich auszutauschen, so nah wie möglich an Echtzeit. Die Bahn antwortete mir erst 2 Tage später, klar, dass ich die Informationen da nicht mehr brauchte. Ein normaler Kunde wäre an dieser Stelle schon verärgert gewesen. Mittlerweile hat die Bahn allerdings einiges getan und ein dediziertes Social Media Team für solche Anfragen eingesetzt.

Sie fragen sich nun sicherlich, was ich mit meiner Twitter-Anfrage bezweckte? Nun, zum einen wollte ich wirklich wissen, wo sich die DB-Lounge befindet. Der Airport FFM ist na nicht gerade klein und ich wollte vermeiden möglicherweise minutenlang in die falsche Richtung zu laufen. Zum anderen wollte ich wissen, wie schnell und präzise geantwortet wird.
Klar hätte ich auch zur Information gehen können – aber dann wäre Ihnen und mir dieses wunderbare Fallbeispiel entgangen :)

Doch was lässt sich nun generell tun?

1. Hören Sie hin, wenn bei Twitter der Name Ihres Unternehmens oder einer Ihrer Marken fällt

Ein erster Schritt hierfür ist die Suchfunktion von Twitter. Damit erhalten Sie einen ersten Eindruck, ob Ihr Unternehmen bereits im Gespräch ist.
Sinnvoller ist die Nutzung eines der zahlreichen Monitoring Tools für Twitter (Karrierebibel), (hier eine aktuelle Vorstellung von 17 Twitter Monitoring-Tools), das Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten zur Twitter-Überwachung bietet, von einer Benachrichtung sobald in einem Tweet ein entsprechendes Schlüsselwort genannt wird bis zur komplexen Darstellung wann wann sie von wem zitiert oder retweeted wurden.

2. Starten Sie einen Twitter-Account für Ihr Unternehmen

Der eigentliche “Start” ist innerhalb von wenigen Minuten erledigt. Worüber Sie sich klar sein sollten ist, dass ein Unternehmens-Twitter-Account bedeutet, dass jemand darauf achten muss. Es sollten regelmäßige Informationen oder zumindest Meldungen kommuniziert werden, damit Kunden und Interessen Ihren Account als lebendig wahr nehmen.

3. Gehen Sie auf Fragen und Kritik ein, bedanken Sie sich für Feedback

Was sich nach normaler Höflichkeit anhört, ist insbesondere auf Twitter essenziell: Jedes Mal, wenn Sie über Ihren Unternehmens-Account interagieren, entsteht die Chance für eine Reaktion durch potenzielle Kunden und Interessenten, die wiederum von deren Followern wahr genommen und zu weiterer Interaktion führen kann.

4. Seien Sie schnell

Wie in meinem Beispiel oben bereits erwähnt: Gehen Sie so zeitnah wie möglich auf Anfragen die über Twitter gestellt werden ein. Gerade auf Twitter gewöhnen sich die Nutzer zunehmend an Reaktionszeiten im Minutentakt. Oft ist eine allzu späte Antwort nicht mehr hilfreich. Zumindest nicht mehr beeindruckend.

5. Auf Facebook sind Kunden – auf Twitter Multiplikatoren

Meine Erfahrung ist, dass sich auf Twitter deutlich mehr Menschen bewegen, die sinn- und gehaltvoll kommunizieren möchten. Menschen, die sich auch ihrer eigenen Reichweite und Fähigkeit andere zu erreichen und zu aktivieren bewusst sind und vernetzt denken, wohingegen Einträge und Kommentare auf Facebook eher eine kommunikative Einbahnstraße sind bzw. Konversationen schnell aus dem Fokus laufen und eine Eigendynamik unter den Kommentatoren entwickeln.

Einige interessante Beispiele, in ein Blogger und Twitterer Unternehmen direkt angesprochen hat, finden Sie hier

Einige kommentierte Beispiele aus der Unternehmenswelt
Wie die comdirect Bank Twitter und Facebook nutzt

Eine Beleuchtung des Telekom_hilft Projektes
und
der überaus humorvolle und professionelle Umgang des Twitterteams der Deutschen Bahn mit Tweets aus der Zugtoilette

 

BITKOM Studie: Fast 50% der deutschen Unternehmen nutzt Social Media

Auf eine interessante Studie wies der Sage Twitter Account hin, die der BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) veröffentlicht hat.

Danach setzen bereits 47% der deutschen Unternehmen Social Media (insbesondere für Marketing, Vertrieb und Mitarbeitersuche) ein, wobei Social Networks und Blogs die beliebtesten Anwendungen sind. 15% der 723 befragten Unternehmen feilen bereits an konkreten Plänen mit der Social Media Nutzung zu beginnen.

Eine Parallele zur Nutzung von CRM sehe ich in der unterschiedlichen Strukturierung von großen Unternehmen über 500 Mitarbeitern und Mittelständlern. Während 86% der großen Unternehmen eigene Mitarbeiter für Social Media beschäftigen, sind es bei den Miitelständlern nur 41%.
Das liegt allerdings zu einem Gutteil auch daran, dass in kleineren Unternehmen gewisse Dinge in die Unternehmenskultur und den allgemeinen Geschäftsalltag über gehen. So kenne ich einige KMU, bei denen jeder Mitarbeiter für den Einsatz von Social Media geschult ist und durch flache Hierachien schnelle Kommunikation und Entscheidungen möglich werden.

Das lässt sich meiner Meinung nach auf die Nutzung von CRM Systemen durchaus übertragen. Während in Groß-Unternehmen und Konzernen eigene Abteilungen fürs CRM, zumindest aber dedizierte Mitarbeiter in den Abteilungen zuständig sind, ist im Mittelstand eher ein ganzheitliches Verständnis von CRM unter allen Mitarbeitern eines Unternehmens zu beobachten.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit der breiten Beteiligung an CRM in Unternehmen?

Hier geht es zur vollständigen BITKOM Studie Social media in Unternehmen

 

5 Tips wie Sie mit Social CRM Ihren Kunden zuhören

Das Thema Social CRM haben wir schon das eine oder ander mal in diesem Blog aufgegriffen. Heute miöchte ich Sie auf 5 Tips aufmerksam machen, die ich wiederum ebenfalls durch Social Media entdeckt habe: Im Twitter-Stream der Kollegen von Sagecrm.com fand ich den Hinweis auf den Beitrag der Webseite Marketingprofs.com

Die Kunden werden immer informierter, vernetzen sich untereinander und tauschen sich über Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen aus. Dieser wohl kaum noch aufzuhaltene Prozess veranlasste Gartner zu der Vorhersage, dass der Umsatz des Social-CRM Marktes in 2012 auf 1 Milliarde US-Dollar steigen wird – von 625 Millionen US-Dollar in 2010.

Viele Unternehmen bauen bereits Beziehungen zu Ihren Kunden über das Social Web auf: Seien es @Telekom_hilft und @DB_Bahn, die über Twitter und Facebook Service-Leistungen und Problemlösungen bieten, über Unternehmen wie Mercedes Benz oder die Lufthansa, die neben Serviceinformationen auch unterhaltsame und interessante Infos aus dem Unternehmen veröffentlichen, um Ihre Kunden und Fans an die Marke zu binden, bis hin zu Neukunden-Akquise und Spezial-Angeboten, die über Social-Web Kanäle angeboten werden. Das besondere ist immer: Der Kunde entscheidet sich freiwillig dazu, die Information zu empfangen, Angebote anzunehmen und Inhalte in seinen Peergroups weiter zu verteilen.

Wenn Sie und Ihr Unternehmen solche Kanäle öffnen, Ihren Kunden zuhören und aus dem Feedback umsetzen, was sich umzusetzen lohnt können Sie Kundenwünsche deutlicher erkennen, gezielter auf sie eingehen, erhalten wertvolle Marktforschungsinformationen und können Kunden als Markenbotschafter für Ihren Unternehmenerfolg gewinnen.

Die 5 Tips zu einem erfolgreichen Social CRM Einsatz:

1. Denken Sie strategisch

Social CRM stellt das Herz der Problemlösung dar, die es Ihnen ermöglicht Kunden zu finden, Dienstleistungen zu entwickeln und zu erfüllen und Kunden durch individuellen Service an Ihr Unternehmen zu binden oder zurück zu gewinnen. Sie können den vernetzten Kunden zu seinen Konditionen – auf Augenhöhe mit relevanten Interaktionen auf den Kanälen ereichen, die der Kunde freiwillig nutzt. Die Strategie sollte darauf abzielen, dass Ihre Kunden aktiv werden und mit Ihrem Unternehmen interagieren.

Listen Sie die Herausforderungen auf, vor denen Ihr Unternehmen aktuell steht und stellen Sie sich die Frage, ob und wie Social CRM diese Herausforderungen lösen kann.

2. Holen Sie sich technische Unterstützung

Die Kollegen bei MarketingProfs stellen fest: Ohne die Technologie, die Unternehmen hilft besser mit dem vernetzten Kunden zusammen zu arbeiten ist eine sinnvolle Social Media Strategy nicht umzusetzen.

Sprechen Sie Ihren CRM-Implementierungspartner an, welche Möglichkeiten zum Einsatz von Social-CRM es gibt.

Starten Sie unabhängig von technischen Umsetzungen damit, die Web-Daten Ihrer Kunden zu erfassen. Fragen Sie XING, Linked-In, Twitter, Facebook u.ä. Profile Ihrer Kunden ab, um sie später in Ihrer Social CRM Strategie einzusetzen.

3. Blicken Sie öfter durch die Kundenbrille

Was will Ihr Kunde wirklich? Statt Marketing- und Vertriebs-Informationen ungezielt “herauszupusten” nutzen Sie Social CRM um mit Ihren Kunden zusammen zu arbeiten. Ihre Kunden werden froh sein, wenn Sie sie ernst nehmen und mit ihnen gemeinsam Probleme zu lösen.

Finden Sie heraus welche Ihrer möglicherweise bereits vorhandenen Kontakte auf XING, Twitter, Facebook usw. echte Kunden sind. Pflegen Sie diese Daten ebenfalls wie in Tip 2 erwähnt und gehen Sie ganz besonders auf Fragen, Bedenken und Vorschläge der bereits vernetzten Kunden ein.

4. Zuhören und Maßnahmen ableiten

Was bedeutet dieses ominöse “Zuhören” im Social Web eigentlich? Bauen Sie sich ein Monitoring-System für alle Nennungen Ihres Unternehmens und Ihrer Marken auf, die im Web stattfinden. Ihre Social CRM Strategie bauen Sie besonders auf Basis von Informationen auf, die sich quantifizieren lassen. Welche Themen treten besonders häufig auf? Nach welchen Kriterien legen Sie fest, welche Konversationen im Web besonders relevant sind oder dringend beachtet werden müssen? Bewerten Sie die so festgestellten Daten qualitativ nach positiv, neutral und negativ um ein Stimmungsbild zu erhalten und langfristige Änderungen in der Stimmungslage feststellen zu können.

Nutzen Sie zunächst kostenlos verfügbare Monitoring-Werkzeuge wie bsw. Google-Alerts oder Twitter-Suchen um ein Echtzeit-Abbild der aktuellen Informationslage zu erhalten, auf dessen Basis Sie Ihr CRM-System weiter ausbauen.

Halten Sie jeden neuen Kontakt, der sich in Ihren Social Web Kanälen anmeldet im CRM fest und schaffen Sie sich damit Ihre langfristige Datenbasis.

5. Passen Sie Ihre Unternehmenskultur an Social CRM an

Die beste und aktuellste Datenbasis kann Ihnen nur dann nützlich sein, wenn die Mitarbeiter Ihres Unternehmens wissen mit diesen Daten umzugehen. Bauen Sie eine Kultur in Ihrem Unternehmen auf, die Mitarbeiter ermutigt und befähigt, mit Kunden über Social Web Kanäle zu interagieren.

Finden Sie heraus, wer in Ihrem Unternehmen bereits social-media-affin ist und beim Aufbau einer Social-CRM-Kultur durch Kompetenz im Umgang mit dem Web unterstützen kann. Motivieren Sie diese Mitarbeiter, als Kommunikatoren für Ihr Unternehmen aufzutreten.

Helfen Sie allen Mitarbeitern, durch Social-Web-Guidelines zu verstehen, wie sie diese Art der Kommunikation richtig für Ihr Unternehmen einsetzen können.

Fazit: Nehmen Sie Social CRM in Ihre Unternehmenskultur mit auf

Es geht nicht darum, die gleichen Probleme immer wieder über immer wieder neue Kanäle zu lösen. Nutzen Sie die entstehende Basis an Daten, Feedback und Kontakten um Kunden nachhaltig in die Lage zu versetzen, bereits beantwortete Fragen zu erkennen und wiederum anderen Kunden weiter helfen zu können.

Social CRM ist keine Frage der eingesetzten Kanäle, Werkzeuge und Methoden. Es geht vielmehr darum, jeden im Unternhmen für den sinnvollen Einsatz von Social CRM dafür zu begeistern diese Tools aktiv einzusetzen und weiter zu entwickeln.
Wie die MarketingProfs ihren Artikel schließen: SocialCRM ist eine neue Art Geschäfte mit dem vernetzten und gut informierten Kunden zu machen.

Facebook Timeline und CRM passt das zusammen?

Die Facebook affinen unter Ihnen werden es vielleicht mitbekommen haben: Auf der f8 Facebook-Entwickler-Konferenz vor einigen Tagen enthüllte CEO Mark Zuckerberg die Timeline.

Anfang Oktober (aktuell steht noch eine Einigung zwischen Facebook und Timelines.com aus, die am 4.10. verhandelt wird) wird sich damit die Darstellung von Facebook-Profilen grundlegend ändern. Das Profil wird nicht einfach nur als fortlaufende Sammlung chronologisch geordneter – und mehr oder weniger sinnvoller Statusmeldungen sein - der Zeitstrahl wird auch nachträglich zu Befüllen sein. Die Bilder vom Abi-Ball vor 20 Jahren nachpflegen? Kein Problem. Das erste Auto oder die peinlichen Kinderfotos können alle nachträglich eingepflegt werden.

Mit dieser Maßnahme macht Facebook einen weiteren emotionalen Schritt auf den Nutzer zu. Wo Twitter mit seinen 140 Zeichen stark beschränkt ist und Google sich sehr auf die reine inhaltliche Information fokussiert, positioniert sich Facebook als das Social Medium, das nah am Leben der Menschen dran ist. Und nun nicht nur in Echtzeit, sondern auch in die Vergangenheit blickend.
Datenschützer werden den einen oder anderen berechtigten und unberechtigten Einwand haben, letztendlich wird aber die fortschreitende Veröffentlichung von Lebens-Strom-Inhalten weiter gehen und immer besser sichtbar gemacht.

Viel interessanter als die Timeline ist für unseren Kontext hier aber etwas ganz anderes, auf das mich dieser Artikel von Robert Basic brachte: Facebook: Größte Semantikmaschine der Welt

Die Facebook Verben.

In Zukunft können wir Dinge nicht nur auf „Gefällt mir“ klicken – also Einträge „liken“ .. Facebook stellt und diverse weitere Verben zur Interaktion mit Inhalten zur Verfügung:

Schauen, spielen, kochen, joggen, hören, lesen, besuchen, essen, bewerten, fotografieren, diskutieren, machen, sammeln, suchen, lernen, planen und das altbekannte Gefallen stehen dann zur Auswahl um Inhalten in einen bisher nicht dagewesenen maschinenlesbaren Kontext zu bringen.

Dieses Werbevideo von Facebook zeigt, wie die Verben in Verbindungen von Apps zum Einsatz kommen – jemand joggt eine bestimmte Strecke auf seiner Nike+ App, bereitet ein Essen mit Rezepten aus einer Koch-App zu und ein anderer bewertet ein Produkt in einer Online-Shop App.

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Basic zieht daraus den folgenden Schluss:

„Facebook macht soziale Handlungen digital sichtbar, in einer weitaus größeren Dimension als es alle anderen Onlineanbieter bisher überhaupt je gewagt haben. Es verschafft sich über die Verben eine Möglichkeit, den User als Individuum und Mensch besser zu verstehen.“

Für jeden, der mit Customer Relationship Management arbeitet doch ein Traum oder? Genau messen und monitoren zu können, wann der Kunde welches Produkt auf welche Weise benutzt. Mit wem und was darüber gesprochen wird.
Und noch viel interessanter – der Kunde gibt an, was er plant zu tun.

„Plane, ein Auto der Marke XYZ zu kaufen. Worauf soll ich achten?“
Oder „Schaue mir gerade einige Immobilienangebote an, hat jemand Tips für gute Finanzierungsangebote?“

Zugegeben, bis sich die Nutzung solcher Funktionen derart verselbstständigt hat, wird es garantiert noch einige Monate dauern.

Erlauben Sie mir trotzdem die Frage:
Könnten Sie sich vorstellen, solche Informationen auch in Ihrem Unternehmen einzusetzen?

Facebook als Datenlieferant für CRM

Für viele Unternehmen ist eine Facebook Fanpage als zusätzlicher Kommunikationskanal zum Kunden nicht mehr weg zu denken. Der Kunde muss nicht mehr zwingend  auf die Webseite eines Produktes, einer Marke oder eines Unternehmens geführt werden. Die Zielgruppe lässt sich dort ansprechen, wo sie sich bereits aufhält und wird sogar freiwillig zu Kommunikatoren.

Eine Facebook-Page ist dabei nicht nur als reine Werbe- oder Kommunikations-Maßnahme interessant, sondern kann ebenso gut als Kanal für Service-Fragen genutzt werden, auf dem öffentlich Fragen beantwortet und Probleme von Kunden gelöst werden.

Die kürzlich im Blog der Agentur Moontoast veröffentlichte Infografik „Anatomie eines Fans“ verdeutlicht sehr schön die unterschiedlichen Qualitäten von Facebook Fans und erklärt auf welche Weise sie mit Unternehmen interagieren.

Angefangen vom einfachen „Gefällt-mir“-Klick auf einer Brand-Page, über die Nutzung einer Fan-Page bis hin zu einer Verbindung zum Kunden per Facebook-Connect durch eine App mit intensiven Datenaustausch werden die einzelnen Interaktions-Möglichkeiten und Datenflüsse illustriert:

Moontoast Anatomy of a FanMoontoast – Anatomy of a Fan

Kaum ein öffentliches Netzwerk verfügt über so eine tief greifende Datenbasis wie Facebook, die auch aus CRM-Sicht interessant ist. Aus Profildaten, Status-Updates, Netzwerk-Verbindungen und „Likes“ lassen sich hoch interessante Cluster bilden, wie zum Beispiel:

Fan ohne Kaufmöglichkeit: Nehmen wir das Beispiel Autohersteller. Die meisten 19-jährigen Fans einer Premium-Marke sind zum aktuellen Zeitpunkt wahrscheinlich nicht in der finanziellen Lage ein Produkt zu erwerben. Können aber durch gezielte Ansprache an eine Marke gebunden werden und als Kommunikator fungieren.

Fan mit Kaufmöglichkeit: Potenzielle Kunden, die durch Alter, Berufsangabe und veröffentlichte Informationen als potenzielle Kunden in Frage kommen, können ebenfalls auf gezielte Weise angesprochen werden.

Fan ist bereits Kunde: Facebook Nutzer, durch deren Daten deutlich wird, dass sie ein Produkt bereits besitzen. Hier ergeben sich Ansätze für After Sales, Cross-Marketing und vor allem Kundenbefragungen und Panels.

Rory Cawley, Program Manager bei Sage in Dublin empfiehlt im englischen Artikel der Sage Community Should Sage CRM users welcome Facebook for Business? insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen, einen Blick auf Facebooks-Einführungsseiten für Business-Anbieter zu werfen.

Was denken Sie? Wie hilfreich wäre es für Ihr Business, wenn sich Netzwerke wie Facebook, Twitter und dergleichen weiter öffnen und Unternehmen (natürlich im Rahmen der gültigen Datenschutzbestimmungen) eine Schnittstelle an deren CRM-Systeme ermöglichen?

Social Networks und CRM – macht das Sinn?

Facebook… Twitter… YouTube… Das ist doch alles Kinderkram für Halbwüchsige, die sich gegenseitig von den Hausaufgaben abhalten möchten.

Mitnichten.

Ich erzähle Ihnen sicher nichts Neues damit, dass mittlerweile viele Unternehmen und auch deren Mitarbeiter das Social Web immer stärker professionell nutzen.

Aber nutzt das denn etwas im Zusammenhang mit CRM, wenn wir bzw. den Twitterkanal eines Unternehmens verfolgen?

Absolut!

Jede Information über die bestehenden und potenziellen Kundenbeziehungen kann relevant sein!

Auf der persönlichen Ebene der Kunden-Kommunikation zum Beispiel: Im letzten Gespräch hat Ihnen der Kunde erzählt, dass er mittlerweile einen großen Teil seiner eigenen Akquise über XING-Nachrichten abwickelt.

Eine wertvolle Information! Wenn Sie den Kunden also über XING kontaktieren, können Sie sehr sicher sein, ihn auf einem Kanal zu erreichen, den er aktiv und vor allem gerne verwendet. Sie halten also in Ihrem CRM fest, welche offene Tür Sie bei Ihrem Kunden einrennen können. Den Weg dorthin halten sie im CRM Account zu dem Kunden ganz einfach über den Link zu seinem XING-Profil fest.

Aber Twittermeldungen sind doch letzten Endes irrelevantes PR-Blahblah.

Wirklich?

Nehmen wir doch mal an, einer Ihrer Kunden ist in der Tat hochgradig twitteraffin und nutzt dieses Werkzeug intensiv. Der Geschäftsführer twittert dort persönlich, um dadurch seine Stakeholder auf dem Laufenden halten, da er nicht 3 Tage lang auf die Pressemitteilung aus der PR-Abteilung warten möchte.

Ihr Kunde schließt also einen lukrativen Auftrag ab, der für Ihr Unternehmen ein Nachfolgegeschäft bedeuten kann. Während die Tinte unter dem Vertrag noch trocknet ist die erste Amtshandlung des CEO, den folgenden Tweet abzusetzen:

„Freue mich! Haben gerade Zuschlag für 500 weitere Einheiten XYZ erhalten!“

Im CRM ist nicht nur die qualitative Meta-Information enthalten, dass Ihr Kunde twittert, sondern Sie sehen auch direkt, wenn etwas Neues veröffentlicht wird. Wie eben auch die obenstehende Nachricht.

Entscheiden Sie selbst, ob nützlich wäre, diese Informationen direkt und vor dem Wettbewerb im Zugriff zu haben und sofort auf die aktuellsten Veränderungen aus dem „Hause Kunde“ reagieren zu können.

„Content is king – wer nichts zu sagen hat, sollte es lieber sein lassen”

KroneAktuelles Interview mit Jörg Wassink, Pressesprecher Sage Deutschland, zum Thema Social Media.

Welche Aktiviäten im B2B Bereich sind sinnvoll? Welche Maßnahmen ergreift Sage Software in Deutschland konkret? Antworten und mehr finden Sie hier.

Wie Unternehmen im B2B der erfolgreiche Start ins Social Web gelingt

Social Media mag vielen als Hype erscheinen, bei dem man nicht mitmachen muss und der wieder abebbt. Aus Kommunikationssicht ist die aktive und authentische Teilnahme am Dialog aber eine Notwendigkeit, mit der man besser früh als spät beginnen sollte. Schon zum heutigen Zeitpunkt greifen viele PR- und Marketingmaßnahmen nicht mehr wie früher.Studien zeigen, dass sich immer mehr Entscheider online informieren und auch online ihre Kaufentscheidungen treffen. Hier heißt es für Anbieter, auf möglichst vielen Kanälen präsent zu sein und frühzeitig Erfahrungen zu sammeln. Gerade im Business-to-Business legen Kunden und andere Bezugsgruppen immer mehr Wert auf Networking und Austausch.

Wie aber gelingt Unternehmen, die auf Business-to-Business (B2B) ausgerichtet sind, der erfolgreiche Start ins Social Web? PR- und Social-Media-Berater Markus Walter hat zehn Tipps zusammengestellt, die Unternehmen den Einstieg in Social-Networks erleichtern.

Lesen Sie hier!

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